Sarah-Louisa Rohrer
ist Miss Universe Switzerland Kandidatin.
Von links: Marco Müller (Kassier), Rebecca Gresa (Präsidentin), Michael Mettler (Vizepräsident), Julian Stoob (Vorstandsmitglied) und Angela Künzle (Sekretariat). tb
Am Donnerstag lud die Fachgeschäftevereinigung zur Vereinsversammlung. Kassier Marco Müller kündete in einer leidenschaftlichen Rede seinen Rücktritt aufs kommende Jahr an und richtete einen flammenden Appell an die Mitglieder. Mit Zeljko Belos und Stefan Urscheler wurden zwei neue Vorstandsmitglieder gewählt.
Walter Zoo Rebecca Gresa, Präsidentin der Fachgeschäfte Gossau, konnte 26 Mitglieder und ein gutes Dutzend Gäste zur Vereinsversammlung begrüssen. Die Vereinigung hat nach vier Austritten infolge von Geschäftsaufgaben und Wegzug noch 49 Mitglieder, wie Gresa erklärte. Nach der Begrüssung übernahm der für die Finanzen zuständige Marco Müller. «Die Weihnachtsmärkli sind trotz einem Umsatzrückgang von knapp zwölf Prozent noch immer sehr gefragt», erklärte er in einem kurzen Rückblick auf die Weihnachtsaktion, für die rund 170'000 Marken verteilt wurden und die einen Umsatz von gut 33'000 Franken einbrachte. Als weniger erfreulich bezeichnete Müller das Jahresergebnis, resultierte doch ein Minus von 9'000 Franken. «Wir haben noch rund 30'000 Franken Reserven. Von daher ist ein solches Jahr sicher verkraftbar, aber wir können nicht Jahr für Jahr so weitermachen», stellte Müller klar. Der Vorstand werde sich im kommenden Vereinsjahr Gedanken machen, wie man das Ungleichgewicht im Budget beseitigen könne, ohne die Qualität der Auftritte zu gefährden. Die Mehrkosten resultierten aus den verschiedenen Projekten, wie den Go<news, dem Gschenkli-Sunntig oder dem Auftritt an der G24.
In Jahren ohne Gewerbeausstellung kommt das Strassenfest dazu. Und hier setzte Marco Müller mit seinem Appell an. Sie hätten sich die Frage gestellt, ob sich dieser gesamte Aufwand lohne, schliesslich sei der Anlass für die Vereinigung ein Minusgeschäft und einzelne Geschäfte verzeichneten an diesem Tag auch noch Umsatzeinbussen. Doch das Strassenfest komme in der Bevölkerung sehr gut und wenn es gelinge, klarer zu kommunizieren, dass der Anlass von den Fachgeschäften Gossau und nicht von der Stadt organisiert werde, wäre das sicher wertvoll, so Müller. Generell stelle er fest, dass die Fachgeschäftevereinigung sehr viel Gutes auf die Beine stelle. «In der Region sehe ich keinen vergleichbaren Verein mehr, der sich so stark engagiert», so Müller. Doch leider bleibe vieles immer an den gleichen Leuten hängen. Er appellierte an alle Mitglieder, sich für eine aktive Vereinigung zu engagieren. Selbst ist Müller seit 19 Jahren im Vorstand. Er lasse sich nun ein letztes Mal für ein Jahr aufstellen, danach sei es für ihn auch mal genug. Neben Müller machen auch die anderen vier Vorstandsmitglieder weiter, ausserdem wurden mit Zeljko Belos und Stefan Urscheler zwei neue Vertreter gewählt. Oliver Hofmann war nach seinem Abgang als Geschäftsführer im Casa Solaris aus dem Vorstand der Fachgeschäfte ausgeschieden.
Vor der Abhandlung der Vereinsversammlung hatte Zoodirektorin Karin Federer in einem kurzen Referat auf die Entwicklung des Zoos zurückgeblickt und den Bogen zum neusten und bisher grössten Projekt des Walter Zoos, der Glühwürmchenhöhle, gespannt. Im geplanten Bau sollen Besucherinnen und Besucher das Phänomen der Biolumineszenz erleben – so wie es Karin Federer in Australien entdeckte und aus dem Staunen nicht mehr herauskam. Der zweistöckige Bau, in dem der obere Stock bedrohten Tierarten gewidmet ist und in dem im unteren Stock neben der Höhle ein interaktiver Bereich rund um biolumineszierende Lebewesen vorgesehen ist, soll rund 16 Mio. Franken kosten. Das Sammelziel ist inzwischen zur Hälfte erreicht. Der Bau entspricht ganz dem Claim des Zoos, der lautet «faszinieren, bilden, schützen». Die Zucht der leuchtenden Pilzmückenlarve verläuft bisher sehr erfolgreich. «Wir sind mit 60 Larven gestartet, inzwischen sind wir bei 1’000», erzählt Federer und merkt gleichzeitig an, dass bis zur Ansiedlung in der Höhle noch sehr viele Herausforderungen auf das Zoo-Team warten.
tb
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