Sarah-Louisa Rohrer
ist Miss Universe Switzerland Kandidatin.
Seifenkisten-Derby in Andwil
Nach drei Jahren ist es wieder so weit: Rund 170 Pilotinnen und Piloten werden sich am Sonntag, 24. August, die Augartenstrasse hinunterstürzen. An den Abenden vor dem Renntag steht das Zusammensein am Dorffest im Vordergrund.
Andwil «Die Teilnehmerzahl bleibt im Vergleich mit den letzten Austragungen konstant. In diesem Jahr haben aber mehr Personen eigene Kisten gebaut», erklärt OK-Präsident Manuel Giger. Aus Sicht der Organisatoren sei es erfreulich, wenn mehr Personen mit eigenen Gefährten antreten. Die grosse Mehrheit der Pilotinnen und Piloten startet in den Kisten, die vom Organisationskomitee zur Verfügung gestellt werden. «Wir haben rund 20 eigene Kisten», erzählt Giger, der bei dieser Austragung zum zweiten Mal im OK mitwirkt, allerdings erstmals als Präsident. Das Präsidium bildet er gemeinsam mit seinem Stellvertreter Jan Meier, der für die Sicherheit und Verkehr verantwortlich ist. Das gesamte OK umfasst nicht weniger als 25 Personen, wobei das Durchschnittsalter gerade mal 24 Jahre beträgt. Da das Seifenkisten-Derby von mehreren aktiven oder ehemaligen Leitern der Jungwacht und des Blaurings organisiert wird, gestaltet sich die Suche nach OK-Mitgliedern einfach, erzählt Giger. Neben den Leitern engagierten sich auch einige Kollegen im OK.
Entsprechend werde auch ein allfälliger Gewinn verteilt. «Die Hälfte spenden wir an eine wohltätige Organisation, die andere Hälfte geht an Jungwacht und Blauring für die nächste Austragung», erklärt Giger. 2022 spendete das OK 7'000 Franken an Caritas, in diesem Jahr geht die Spende an das Projekt «A Million Dreams», das benachteiligten Menschen in der Schweiz Träume erfüllt. «Die Unterstützung soll regional bleiben. Welches Projekt wir unterstützen, entscheidet das Gesamt-OK in einer Abstimmung», erzählt der 26-Jährige. Wie hoch die Einnahmen und damit letztlich auch der Gewinn ausfallen, ist sehr wetterabhängig. «Gerade am Renntag, aber auch an den Unterhaltungsabenden kommen deutlich mehr Personen, wenn das Wetter gut ist», weiss Giger. Am Freitag wird das Rennwochenende in der Boxenstopp-Bar auf dem Kirchplatz eingeläutet, wobei Festküche und Bar für die Verpflegung sowie Band und DJ für die musikalische Unterhaltung sorgen. Dies gilt auch für den Samstag, wenn ausserdem Vereinsdarbietungen aufgeführt werden.
Der Sonntag steht dann ganz im Zeichen der Rennfahrerinnen und Rennfahrer. Rund 200 Fahrten werden in den unterschiedlichen Kategorien Jugendliche, Erwachsene, Plausch und Teams absolviert. Auch die OK-Mitglieder messen sich untereinander. «Es gibt einige Stammgäste, die es kaum erwarten können, ihren Titel zu verteidigen oder den Titel anzugreifen», erzählt Giger lachend. Doch starteten immer auch Neulinge. In der letzten Woche lud das OK zur Trainingsfahrt. «Alle kamen ins Ziel, auch jene, die ihre selbstgebauten Kisten ausprobieren wollten», berichtet Giger. Inzwischen wurden alle Kisten einer technischen Kontrolle unterzogen. Dabei gehe es in erster Linie um die Sicherheit, erzählt der OK-Präsident. Unfälle habe es bisher noch nie gegeben und das soll auch so bleiben. «Mit der Linienführung sorgen wir dafür, dass das Tempo nicht zu hoch wird», stellt Giger klar – so dass auch die elfte Austragung des Seifenkistenderbys, das im Dreijahresrhythmus ausgetragen wird, ein Fest für das gesamte Dorf wird. ⋌tb
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