Sarah-Louisa Rohrer
ist Miss Universe Switzerland Kandidatin.
Die 16 ausgezeichneten Preisträger posieren mit dem Vorstand des Gewerbevereins Gossau und Regierungsrätin Bettina Surber. FOTOBELOS
16 Lehrlinge mit Abschlussnoten von 5,1 bis 5,5 durften in diesem Jahr eine Auszeichnung und attraktive Preise entgegennehmen. Der Schreiner Jonas Pizzol wurde als Sieger mit einem Gutschein über 3'000 Franken von Helbling Reisen beschenkt.
BBC Gleich 16 Lehrabgängerinnen und Lehrabgänger standen mit Preisen und Urkunden im Goldkonfetti-Regen, nachdem Claudia Meier-Uffer und Stefan Hollenstein vom Vorstand des Gewerbevereins die Preise verteilt hatten. Während Jonas Pizzol dank der Note von 5,5 den Siegerpreis auf sicher hatte, musste das Los über Rang 2 und 3 entscheiden. Sowohl Michelle Lämmler, Zeichnerin Ingenieurbau, als auch Informatiker Timm Eugster hatten ihre Lehre mit der Note 5,4 abgeschlossen. Regierungsrätin Bettina Surber betätigte sich als Glücksfee und bescherte Timm Eugster den zweiten Rang. Er erhielt einen Gutschein über 1’200 Franken vom Fahrradspezialisten Gätzi Sport. Michelle Lämmler wurde als Drittplatzierter ein Gutschein der Firma CSG Computersysteme überreicht. Sechs weitere Nominierte erhielten für ihre Abschlüsse mit Noten zwischen 5,15 und 5,3 eine Urkunde und einen Gutschein über 100 Franken von den Fachgeschäften Gossau. Mit einem solchen wurden auch die sieben weiteren Nominierten beschenkt, die ihre Lehre allesamt mit der Note 5,1 abgeschlossen haben.
Bevor die jungen Leute ihre Auszeichnungen erhielten, hatten sie sich den Fragen von Claudia Meier-Uffer gestellt, die mit einer Reiseanalogie durch die Preisverleihung führte. «Vor drei oder vier Jahren habt ihr eure Reise mit einer Portion Neugier begonnen. Ihr brauchtet Engagement, Geduld und Mut und jede Passage auf dieser Reise hat euch stärker gemacht», sagte Meier-Uffer zu den Ausgezeichneten. An die Adresse der Ausbildnerinnen und Ausbildner sagte sie: «Ihr habt wie eine Brise Wind für ein Segelschiff gewirkt.» Reisen bedeute Neuland zu betreten und mit dem Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) hielten die jungen Leute nun ihren Reisepass in der Hand. Meier-Uffer schloss mit einem Zitat, das Christoph Kolumbus zugeschrieben wird: «Sie können den Ozean niemals überqueren, wenn Sie nicht den Mut haben, die Küste aus den Augen zu verlieren.»
Die Laudatio am Bildungspreis hielt Regierungsrätin Bettina Surber, Vorsteherin des Bildungsdepartements. Nachdem sie tagsüber ein Entlastungspaket des Kantons über 180 Millionen Franken habe beraten müssen, freue sie sich nun speziell auf diese dankbare Aufgabe, junge Menschen für ihr besonderes Engagement auszuzeichnen. «Ihr könnt stolz sein auf eure Leistung. Es ist alles andere als selbstverständlich, eine Berufslehre so erfolgreich zu bewältigen», wandte sich Surber an die Nominierten. Sie sei immer wieder fasziniert von unserem dualen Bildungssystem, das eine unglaubliche Integrationsleistung vollbringe. Fast alle Jugendlichen könnten mitgenommen werden. Deshalb habe die Schweiz eine sehr tiefe Jugendarbeitslosigkeit. «Im Kanton St.Gallen ist die Berufsbildung besonders tief verankert. Den Ausbildungsbetrieben gebührt ein riesiger Dank der St.Galler Regierung», so Surber.
Ein Dank gebühre auch dem Gewerbeverein Gossau, der als Veranstalter mit dem Bildungspreis ein Zeichen für den Wert der Berufslehre setze. Dass dies die Motivation für die Initialisierung des Bildungspreises war, hatte Remo Schönenberger, Präsident des Gewerbevereins, in seiner Begrüssungsrede einmal mehr betont: «Eine Berufslehre ist gleich viel wert wie eine akademische Ausbildung»! Zum Abschluss des offiziellen Teils ging Schönenbergers Dank an die Laudatorin, seine Kolleginnen und Kollegen vom Vorstand und insbesondere auch an die Sponsoren, die den Anlass mit ihrer Unterstützung möglich machen.
Von Tobias Baumann
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