Sarah-Louisa Rohrer
ist Miss Universe Switzerland Kandidatin.
Die SP lud am Montag zum Stadtspaziergang. z.V.g.
Rund 40 Personen liessen sich am Montag von drei Fachleuten über Massnahmen für ein angenehmes Stadtklima informieren. Diese zeigten Beispiele für aus Klimasicht gelungene Plätze und andere.
Stadtspaziergang «Weil auch diesen Sommer europaweit Hitzerekorde und immer längere Hitzeperioden Realität sind und auch für die Alpennordseite zukünftig mit nie dagewesenen Temperaturen von über 40 Grad gerechnet werden muss, entschied sich die SP Gossau, dieses Jahr den Stadtspaziergang dem Thema Stadtklima zu widmen»: Mit diesen Worten begrüsste SP-Ortspräsident Ruedi Blumer beim Bahnhof Gossau die Gäste – unter ihnen Stadtrat Florin Scherrer. Anschliessend übergab Blumer das Wort den Fachpersonen Christian Hänni, Landschaftsarchitekt, René Häfeli, Stadtplaner, und Clemens Lüthi, Architekt und ehemaliger Stadtentwickler. Die Begegnungszone am Bahnhof mit ihren Teerbelägen, die bei starker Sonneneinstrahlung über 50 bis 60 Grad heiss werden können, war das erste Beispiel, das verdeutlichte, wie sich eine Stadt im Sommer aufheizt. René Häfeli verwies auf die geplante Sanierung der Bahnhofstrasse. Sie soll mit Grünstreifen, Versickerungsflächen aus Kies und Schotter sowie zusätzlichen Bäumen das Stadtklima positiv beeinflussen. Mit Temperaturmessungen vor Ort zeigte Christian Hänni auf, dass sich Wiesen, Sträucher und Bäume bei Sonnenbestrahlung viel weniger aufheizen als Fassaden und Strassenbeläge. Eindrücklich war der Messvergleich zwischen der weissen Rathausfassade und der schwarzen Fassade des Fürstenlandsaals. Der dunkle Saal strahlte 15 Grad mehr Wärme ab.
Clemens Lüthi verwies auf dem Spaziergang auf die grünen Oasen im Stadtzentrum, welche wohltuende Rückzugsorte an Hitzetagen sind und das Klima in der Umgebung positiv beeinflussen. Viel Lob erhielten der Andreaspark, der Bibelgarten, der gut beschattete Weg entlang des Dorfbachs und die riesige Grünfläche der Mooswies, welche in Stadtbesitz ist und in der Grundwasserschutzzone liegt. Die Mooswies birgt fürs Stadtklima viel ungenutztes Potential. Christian Hänni lobte die Umgebungsgestaltung im Happyareal. Eine noch zu wenig genutzte Möglichkeit, Häuser und ihre Umgebung zu kühlen, ist laut Hänni die Fassadenbegrünung. Als besonders wertvoll und gelungen bewerteten die Experten im Bachwiesenquartier den renaturierten Dorfbach. Der Spaziergang endete beim «Kafi mit Herz». ⋌pd
Lade Fotos..