Sarah-Louisa Rohrer
ist Miss Universe Switzerland Kandidatin.
v.l: Charlotte Kehl, Margitte Zierer und Herta Lendenmann. sro
Im Rahmen der Klimawoche in St.Gallen organisieren die Klimaseniorinnen SG AR AI in Zusammenarbeit mit «Filme für die Erde» und der Regionalgruppe Ostschweiz von Public Eye vom vom 13. bis 18. September in St.Gallen, Uzwil, Herisau und Heiden ein Filmfestival. Im Anschluss können die Themen an Podiumsdiskussionen vertieft werden.
Klimawoche «Wir haben schon im letzten Jahr mit einem veganen Stand an der Klimawoche teilgenommen – dieses Jahr entstand die Idee für ein kleines Filmfestival in St.Gallen, da zeitgleich das schweizweite Filmfestival von 'Filme für die Erde' stattfindet – mit Halt in St.Gallen», sagt Herta Lendenmann von den Klimaseniorinnen SG AR AI. So entstand schliesslich die Zusammenarbeit. «Wir waren sehr froh um das Knowhow von 'Filme für die Erde'», sagt Margitta Zierer. Den Klimaseniorinnen ist sehr wichtig, dass nicht einfach nur ein Film gezeigt wird, sondern im Anschluss Podien samt Apéros stattfinden. «Mit den Filmen kann man die Menschen emotional abholen und ein Podium kann das Gesehene noch vertiefen – so kann nachhaltig eine Wirkung bleiben», sagt Charlotte Kehl. Zierer fügt an, dass der zusätzliche Input wertvoll sei, da offene Fragen gestellt werden können.
Die Filme, welche die Klimaseniorinnen ausgesucht haben, sind spannend und erschütternd, aber auch motivierend. «Die Filme können wunderbar dazu anregen, selbst auf irgendeine Art und Weise etwas zu verändern – und sei es nur bei sich selbst», sagt Kehl. Die Klimaseniorinnen wollen damit die individuelle und die politische Ebene ansprechen. «Wir möchten aufzeigen, dass man im Kleinen schon viel bewirken kann. Aber die individuelle Ebene reicht nicht aus, wir brauchen auch die politische Ebene. Vor allem eine klare Ansage des Notstands und entsprechende Entscheide», betont Lendenmann. Angesichts der Klimaprobleme müssten die grossen Themen angegangen werden. Die Ziele der Klimaseniorinnen sind unter anderem, das Engagement und Mitdenken der Menschen zu steigern.
Bereits jetzt wissen die Organisatorinnen, dass gewisse Vorstellungen gut besucht sein werden. Das liegt auch an den Anmeldungen von Schulklassen. «Es ist uns wichtig, dass sich die Jungen mit der Thematik befassen», so Kehl. Gerade bei Themen wie Fast Fashion wolle man die junge Generation abholen. Wichtig wäre den Klimaseniorinnen aber auch, dass Menschen in die Vorführungen kommen, die sich bislang noch nicht so sehr mit der Thematik auseinandergesetzt haben. Die Regionalgruppe mit 25 Aktiven aus allen drei Kantonen besteht, seit die Klimaseniorinnen Schweiz wegen unzureichender Klimapolitik gegen die Schweiz klagten. Das ist rund drei Jahre her. Seither führten sie einige Aktionen und Mahnwachen durch. An den jeweiligen Plenumssitzungen werden Ideen wie das Filmfestival besprochen. Was künftig noch alles ansteht, ist noch nicht bekannt.
Stefanie Rohner
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