Sarah-Louisa Rohrer
ist Miss Universe Switzerland Kandidatin.
Rund 1'100 junge Berufstalente werden vom 17. bis 21. September an den SwissSkills in Bern an den Schweizer Meisterschaften der Berufsverbände die Besten ihres Fachs ermitteln. Andreas Diem und Ruven Scheiwiller aus Herisau sowie Sina Preisig aus Schwellbrunn nehmen daran teil.
SwissSkills An der vierten Ausgabe der zentralen SwissSkills werden über 150 Berufe vorgestellt und die besten Lernenden werden sich in über 90 Berufsmeisterschaften messen. Sina Preisig, Fachfrau Gesundheit, wird Teil dieser Meisterschaften sein. Sie bereitet sich an sechs Trainingstagen der Organisation der Arbeitswelt Gesundheit und Soziales (ODA GS) auf den Wettkampf vor. «An diesen Tagen trainieren wir gezielt die Aufgaben, die auch im Wettbewerb vorkommen und lernen vor allem, unter Zeitdruck und in ungewohnter Arbeitsumgebung ruhig und effizient zu arbeiten», so Preisig.
An den SwissSkills wird sie zwei professionelle Simulationspatienten betreuen und pflegen. «Was die konkreten Aufgaben sein werden, erfahre ich erst am Wettbewerbstag beim Einlesen der Patientensituation. Die Kompetenzbereiche sind mir aber schon bekannt», sagt Preisig. Sie fühlt sich geehrt, an den SwissSkills teilnehmen zu können.
«Es ist eine einmalige Gelegenheit, mein Können unter Beweis zu stellen und mich persönlich weiterzuentwickeln. Mein Ziel ist es, mein Bestes zu geben, aus Fehlern zu lernen und am Ende stolz auf meine Leistung zu sein», sagt sie. Ihr Arbeitgeber, der Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden, hilft ihr bei der Organisation, indem er ihr die Teilnahme an den Trainingstagen ermöglicht. «Auch mental unterstützt mich das Team hier im Spital Herisau sehr. Es steht hinter mir und motiviert mich, sodass ich mit einem guten Gefühl an den Wettbewerb gehe», meint Preisig. Sie möchte wertvolle Erfahrungen sammeln, ihre Fachkompetenz erweitern und neue Kontakte im Berufsfeld knüpfen. Nervös sei sie ab und an aber schon. «Es gibt einige Momente, in denen ich eine gewisse Anspannung spüre. Ich versuche dann, tief durchzuatmen und mich Schritt für Schritt auf die Arbeit zu konzentrieren.»
Auch mit von der Partie ist derStrassentransportfachmann Andreas Diem, der bei der Emil Egger AG arbeitet. Für ihn war die Teilnahme an den SwissSkills schon seit Anfang der Lehre ein Ziel. «Es freut mich riesig, teilzunehmen. Mein Berufsschullehrer sagte mir, dass er mich als Kandidaten für die SwissSkills sehen würde – von da an stand für mich fest, dass ich das erreichen möchte. Einer meiner ehemaligen Oberstifte nahm auch schon teil, das hat mich ebenso motiviert», erinnert sich Diem. So habe er sich umso mehr Mühe gegeben. «Das grösste Ziel wäre definitiv, zu gewinnen oder zumindest auf das Podest zu kommen», meint Diem. Er erhofft sich von der Teilnahme aber auch, dass viele Jugendliche auf den Beruf des Strassentransportfachmanns aufmerksam werden und in diesen hineinschnuppern möchten. «Vor allem um einmal zu sehen, was alles im Hintergrund passiert und dass mehr dahinter steckt, als einfach von A nach B zu fahren», so Diem.
Auf Diem werden an den SwissSkills verschiedene Manöver zukommen – mit Solo-LKW, mit einem Anhänger-Zug und Sattelschlepper. «Ausserdem wird ein Stapler Teil der Aufgabe sein, ebenso wie das Bedienen eines LKW-Krans. Zudem gibt es an jedem Tag einen kleinen Theorietest über Themen des Berufsalltags», sagt Diem. Das könne der Umgang mit Gefahrenstoffen, Vortritt und Verkehrsrecht sein, ebenso wie geografische Fragen. «Kurz und knapp gesagt: Es kann alles vorkommen, was im Alltag eines Berufskraftfahrers relevant ist», sagt er. Unterstützung erhält er von seinem Lehrbetrieb, indem er alle Fahrzeuge nutzen darf. «Das Ausbildungsteam bringt mir ausserdem bei, was ich bislang noch nicht gelernt habe – so zum Beispiel das Manövrieren eines Sattelschleppers. Aber auch bei anderen Unklarheiten stehen sie mir zur Seite», betont Diem. Seine Nervosität halte sich noch in Grenzen, er konzentriert sich auf die praktische Vorbereitung.
Ruven Scheiwiller, Gebäudetechnikplaner Lüftung, freut sich auf die SwissSkills. Bis es so weit, ist wird er seine Unterlagen aus dem Qualifikationsverfahren nochmals studieren, Fehler in seinen Vorlagen korrigieren und Fehlendes ergänzen. «Wichtig ist, dass man für jede Aufgabe, die kommen könnte, gut vorbereitet ist», sagt Scheiwiller. Zusammen mit seinem Lehrbetrieb wird er noch einmal verschiedene Bereiche genauer bearbeiten. «Sollten irgendwelche Fragen auftauchen, wird mir der Betrieb weiterhelfen und er steht auch zu meiner mentalen Unterstützung zur Verfügung», meint Scheiwiller. Es gebe schon Momente, in denen er nervös werde, blickt er auf die Teilnahme voraus. «Das war aber auch schon vor meinem Qualifikationsverfahren so. Sobald man aber mit der Arbeit beginnt, vergisst man schnell, dass man überhaupt nervös war», so Scheiwiller. Der Aufbau seiner Aufgabe, die er erhalten wird, dürfte ähnlich sein wie beim Qualifikationsverfahren. «Das Projekt, welches ich dann bearbeiten muss, kenne ich noch nicht – ich denke aber, dass ich es bewältigen kann.» Scheiwiller freut sich, dass er sich für die SwissSkills qualifizieren konnte. «Ich hoffe natürlich, dass ich möglichst oben mitspielen kann – bin aber nur schon froh, dass ich die Erfahrung machen darf.» Er sei gespannt, wie der Event ablaufe und freue sich, neue Leute kennenzulernen, um sich mit ihnen auszutauschen.
Stefanie Rohner
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