Sarah-Louisa Rohrer
ist Miss Universe Switzerland Kandidatin.
Die Gemeinde Stein lagert das Sozialamt nach Waldstatt aus.
Die Gemeinde Stein reagiert auf wachsende Anforderungen in der Sozialhilfe und im Kindes- und Erwachsenenschutz mit einer strukturellen Neuorganisation. Seit dem 1. August übernimmt die Gemeinde Waldstatt im Rahmen einer Zusammenarbeit die operativen Aufgaben – die Entscheidungsgewalt bleibt jedoch in Stein.
Stein Die Gemeinde Stein passt ihre Verwaltungsstruktur an die steigenden Herausforderungen im Bereich der Sozialhilfe sowie des Kindes- und Erwachsenenschutzes an. Grund dafür ist eine zunehmende Anzahl komplexer Fälle, die bei begrenzten Kapazitäten für die Mitarbeitenden mit einem hohen zeitlichen Aufwand verbunden sind. Um dem steigenden Druck zu begegnen, hat Stein eine Kooperation mit der Gemeinde Waldstatt beschlossen. Die Aufgaben des Sozialamts werden von den Sozialen Diensten Waldstatt übernommen, die ihrerseits auf die Dienstleistungen der Sozialen Fachdienste Ost AG (SFDO) mit Sitz in St.Gallen zurückgreifen. Die Gemeinde Stein schliesst sich diesem bestehenden Verleihvertrag an. Die Zusammenarbeit läuft seit dem 1. August. Seither fungieren die Sozialen Dienste Waldstatt als zentrale Anlaufstelle für sämtliche Anliegen rund um Sozialhilfe und Kindes- und Erwachsenenschutz. Rechtlich basiert die Vereinbarung auf dem Sozialhilfegesetz des Kantons Appenzell Ausserrhoden sowie dem Gesetz über Inkassohilfe und Unterhaltsbeiträge für Kinder.
Trotz Auslagerung der operativen Tätigkeiten bleibt die Entscheidungsgewalt in allen Fällen weiterhin bei der Gemeinde Stein. Die Kooperation dient vor allem der fachlichen Unterstützung und der administrativen Entlastung. «Aus Kapazitätsgründen und der gestiegenen Komplexität wurde entschieden, die Aufgaben an die Sozialen Dienste Waldstatt zu übertragen. Mit dieser Lösung soll sich die Gemeindeschreiberin vermehrt ihrer Kernaufgabe widmen können, welche ebenfalls gestiegen sind», teilt die Gemeinde auf Anfrage mit.
Ein weiterer möglicher Vorteil der Neustrukturierung liegt in der Effizienzsteigerung – auch in finanzieller Hinsicht. «Die Kosten sind stark von der Anzahl und Art der Fälle abhängig. Aufgrund von erfahrenen Sachbearbeitern bei den Sozialen Diensten ist aber davon auszugehen, dass weniger Arbeitsstunden als bisher für die Fallbearbeitung aufgewendet werden müssen», heisst es weiter. Im Gegensatz zu einem Zweckverband handelt es sich bei dieser Lösung nicht um eine institutionelle Fusion, sondern um eine gezielte, flexible Zusammenarbeit. Die Gemeinde Stein reagiert mit diesem Schritt proaktiv auf die wachsenden Anforderungen und stellt gleichzeitig sicher, dass die Betreuung der Einwohner weiterhin fachlich fundiert und individuell erfolgen kann.
sj
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